Die Vatikanstadt ist der kleinste unabhängige Staat der Welt und Sitz des Papstes. Als geistliches Zentrum der katholischen Kirche ist sie weltbekannt und ein beliebtes Ziel für Pilger und Touristen.
Sehenswürdigkeiten in der Vatikanstadt: Petersdom, Sixtinische Kapelle & Museen

Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten gehören:
- der monumentale Petersdom mit Kuppel und Krypta,
- die weltberühmte Sixtinische Kapelle mit den Fresken Michelangelos,
- und die Vatikanischen Museen, die eine der größten Kunstsammlungen Europas beherbergen.
Tipps für den Vatikanbesuch
- Früh kommen, besonders für die Kuppel des Petersdoms und die Sixtinische Kapelle
- Tickets für die Vatikanischen Museen online buchen
- Kleiderordnung beachten: Schultern & Knie bedeckt
- Bei Interesse: Führung durch die Vatikanischen Gärten
Fazit: Warum sich ein Besuch der Vatikanstadt lohnt
Die Vatikanstadt ist ein Ort der Geschichte, der Kunst und des Glaubens. Als Sitz des Papstes und geistliches Zentrum der katholischen Welt ist sie mehr als ein Staat – sie ist das Symbol einer tausendjährigen Kontinuität von der Antike bis heute.
Einzigartige Bauwerke, unermessliche Kunstschätze und die Spuren von Jahrtausenden machen die Vatikanstadt nicht nur zu einem Muss für Gläubige, sondern für alle Kunst- und Geschichtsinteressierten.
Geschichte des Vatikans: Von der Antike bis zur Staatsgründung 1929

Der Name Vatikan leitet sich vom Mons Vaticanus ab, einem Hügel, auf dem sich im antiken Rom eine Nekropole befand. Dort soll der Apostel Petrus begraben sein. Im 4. Jahrhundert ließ Kaiser Konstantin, der das Christentum zur Staatsreligion machte, über dem Grab des Petrus die erste Peterskirche errichten. Auf ihren Fundamenten entstand im 16. Jahrhundert der heutige Petersdom – ein Meisterwerk der Renaissance.
Die Rolle des Papstes hat tiefe Wurzeln: In der Antike war der Pontifex Maximus der oberste Priester des Römischen Reiches. Heute trägt der Papst diesen Titel und steht damit in direkter Traditionslinie zum antiken Rom.

Über 1.000 Jahre lang herrschten die Päpste im Kirchenstaat über weite Teile der italienischen Halbinsel. Im Jahr 1870 endete der Kirchenstaat mit der Besetzung Roms durch das Königreich Italien und die Päpste verloren jegliche weltliche Macht. Die heutige Vatikanstadt wurde 1929 durch die Lateranverträge zwischen dem Heiligen Stuhl und Italien als souveräner Staat anerkannt.
Exterritoriale Gebiete des Vatikans – Einfluss über die Stadtmauern hinaus
Neben der Vatikanstadt besitzt der Heilige Stuhl exterritoriale Gebiete mit einer Art diplomatischem Status, die nicht zur Vatikanstadt gehören, aber unter die Jurisdiktion des Heiligen Stuhls fallen. Dazu gehören
Wichtige exterritoriale Basiliken:
Neben dem Petersdom zählen weitere drei Basiliken zu den wichtigsten Papstbasiliken in Rom:

- Lateranbasilika mit Nebengebäuden, Universität, Seminar und Scala Santa – sie ist die älteste Basilika und Sitz des Bischofs von Rom
- Santa Maria Maggiore – in dieser bedeutenden Marienkirche ist Papst Franziskus begraben
- San Paolo fuori le Mura – erbaut an der Stelle, an der der Apostel Paulus begraben sein soll, zeigt sie den Grundriss der ersten Basiliken. So sah auch der ursprüngliche Petersdom mit seinem vierseitigen Säulengang aus.
Weitere extraterritoriale Einrichtungen:
- Audienzhalle und Campo Santo
- Kinderkrankenhaus Bambino Gesù mit Hauptsitz auf dem Gianicolo und Ambulatorium bei der Basilika San Paolo
- Paläste der Verwaltung, Klöster, Schulen, Berherbergung
- Päpstliche Villen in Castel Gandolfo: Der apostolische Palast in Castel Gandolfo ist die Sommerresidenz der Päpste. Die päpstlichen Gärten der Villa Barberini und der Apostolische Palast können besichtigt werden.
Steckbrief Vatikanstadt
offizieller Name
Status Civitatis Vaticanae
Farben
gelb / weiß
Fläche
Einwohner
Amtssprachen
Regierungsform
0,44 km²
< 1.000
latein, italienisch
theokratische Wahlmonarchie
Poste Vaticane
Postdienst mit eigenen Briefmarken und Philatelie
Währung
Euro, eigene Münzen

